Drucktechnik


Lernen Sie die Drucktechnik-Verfahren, ihre Produkte und Berufe kennen – Grundlagenwissen, weiterführende Infos + Branchen-News hier!

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Druckvorlage zu vervielfältigen und noch weitaus größer ist die Palette der Printprodukte. Die Angehörigen der Druck-Berufsgruppen sprechen ihre eigene Sprache und sind doch handfest beteiligt an der Herstellung vieler Dinge, die jedermann aus dem Alltag kennt. Hinter dem Schlagwort Drucktechnik verbirgt sich also ein ganzer Kosmos. Deshalb gibt diese Seite einen Überblick über die Grundelemente und zeigt die Artikel, die weiterführende Informationen bieten.

Inhaltsverzeichnis:

Definition: Was ist Drucktechnik?

Unter dem Begriff “Drucktechnik” ist per definitionem jedes Verfahren zu verstehen, das dazu dient, Druckfarben auf ein Substrat zu übertragen und so eine Druckvorlage zu vervielfältigen. Als Substrat oder Bedruckstoff kann neben Papier jedes Material zum Einsatz kommen, das sich bedrucken lässt: von Baumwolle über Folie bis hin zu Keramik. Die Verfahren unterscheiden sich in den folgenden Punkten:

  • Art der Druckform, z. B. Buchdruck vs. Tiefdruck: zu druckende Partien erhaben oder eingetieft
  • Beschaffenheit der Druckform, z. B. Flexodruck vs. Offsetdruck: beweglich oder starr
  • Vorhandensein einer Druckform, z. B. Digitaldruck vs. konventionelle Verfahren: digital oder gegenständlich

Auch der UV-Druck wird mitunter als Druckverfahren bezeichnet. Zwar handelt es sich dabei streng genommen um eine Methode zur Trocknung der Druckfarbe, der Vollständigkeit halber soll sie jedoch neben den oben genannten auf dieser Seite vorgestellt werden.

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Grundlagenwissen Drucktechnik

Weitere Basis-Informationen zu den Themen Datenerstellung, Druck und Weiterverarbeitung finden Sie in unserem E-Dossier “Grundlagenwissen Drucktechnik”.

E-Dossier "Grundlagenwissen Drucktechnik"
Alle wichtigen Informationen rund um die Druckproduktion fasst das E-Dossier „Grundlagenwissen Drucktechnik“ zusammen, das als Download (PDF-Datei) erhältlich ist. ⇒ Weitere Informationen per Klick auf das Bild!

Der Inhalt im Überblick:

  • Datenworkflow und medienneutrale Speicherung
  • Prepress-Systeme – Von den Daten zum Druck
  • Digitaldruckverfahren
  • Offsetdrucksysteme
  • Bedruckstoffe und Veredelung
  • Druckfarben
  • Druckweiterverarbeitung
  • Logistik und Materialfluss
  • Neue Anwendungen

⇒ Hier erfahren Sie mehr über “Grundlagenwissen Drucktechnik”! ⇐


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Drucktechnik auf Englisch, Französisch und Italienisch

Immer wieder wird online eine Übersetzung des Wortes Drucktechnik ins Englische, Französische oder Italienische gesucht. Deshalb gibt die folgende Tabelle einen Überblick über relativ gebräuchliche Vokabeln für Drucktechnik, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Drucktechnik auf Englisch
  • printing technology
  • printing technique
Drucktechnik auf Französisch
  • technologie d’impression
  • technique d’impression
Drucktechnik auf Italienisch
  • tecnologia di stampa
  • tecnologie di stampa

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Glossar der Drucktechnik

Fachbegriffe und Schlagworte der Drucktechnik sammelt unser Glossar. Sie finden es, wenn Sie in der Menüleiste auf “Wissen” und im Drop-Down-Menü auf den Punkt “Glossar” gehen. Auch kurze Erklärungen der Begriffe stehen bereit. Möchten Sie mehr zu einem Thema lesen, klicken Sie auf den Begriff. So erreichen Sie einen ausführlichen Artikel und zudem die aktuellsten Nachrichten zum Thema.

⇒ Hier geht es zum Drucktechnik-Glossar von print.de.

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Welche Drucktechniken gibt es?

Berücksichtigt man alle Drucktechniken, die auch im künstlerischen Bereich angewendet werden, so gibt es viele Möglichkeiten, Text und Bild auf Papier oder ein anderes Substrat zu drucken. (Man denke nur an den Siebdruck, Lithografie oder Steindruck und an den Hochdruck mittels Handpresse.) Im Folgenden werden die gängigsten Methoden der industriellen Druckproduktion vorgestellt, sechs Druck- und ein Trocknungsverfahren.

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Drucktechnik Buchdruck

Spricht man vom Buchdruck als Drucktechnik, so ist nicht automatisch der Druck von Büchern gemeint: Unter dem klassischen Buchdruck versteht man ein Hochdruckverfahren, also ein Druckverfahren, bei dem die zu druckenden Partien auf der Druckform erhaben dargestellt sind. Zusammengefasst besteht das Buchdruck-Verfahren aus den folgenden drei Schritten:

  1. Erstellen der Druckform als spiegelverkehrtes Abbild einer Seite, z. B. aus beweglichen Lettern
  2. Bestreichen der zu druckenden (= erhabenen) Partien mit Druckfarbe
  3. Aufbringen der Druckform auf den Bedruckstoff mithilfe einer Druckpresse

Da die Farbe ohne Umweg (z. B. über ein Gummituch wie etwa beim Offsetdruck) auf das Papier übertragen wird, spricht man auch von einem direkten Druckverfahren.

Johannes Gutenberg
Er machte den Buchdruck zur Drucktechnik eines Massenmediums: Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (postumes Bildnis aus dem 16. Jahrhundert). Der gelernte Goldschmied lebte von etwa 1400 bis 1468 in Mainz.

Der Buchdruck steht in der Tradition von Johannes Gutenberg. Seine Innovation bestand darin, dass er bewegliche Lettern einsetzte, die seriell gefertigt werden konnten. Damit ebnete Gutenberg den Weg für das Buch zum Massenprodukt.

Ein Video zur Funktionsweise des Buchdrucks sowie nähere Informationen zu seiner Entwicklung und seinem Stellenwert heute finden Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/buchdruck/

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Drucktechnik Digitaldruck

Unter „Digitaldruck“ versteht man nicht nur eine Drucktechnik, sondern verschiedene Druckverfahren, die allesamt keine feste bzw. statische Druckform benötigen: Alle Informationen werden in Form eines digitalen Datensatzes an den Rechner der Druckmaschine übertragen und von ihr direkt auf den Bedruckstoff. Da es so keinen Kontakt zwischen Träger und Papier geben kann, zählt der Digitaldruck zu den Non-Impact-Verfahren (NIP).

Der große Vorteil des Digitaldrucks: Jede Seite kann einen anderen Inhalt haben. Damit eignet er sich insbesondere für kleine oder personalisierte Auflagen, beispielsweise für die Produktion von Fotobüchern. Doch auch der Etiketten- und Verpackungsdruck sind Märkte, in denen der Digitaldruck – mit seinen Möglichkeiten für Testserien oder gezielte Kundenansprachen – mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Weitere Informationen, einen Vergleich mit dem Offsetdruck und nähere Informationen zur Weiterverarbeitung von Digitaldrucken finden Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/digitaldruck/

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Inkjet – eine der bekanntesten digitalen Drucktechniken

Eine der bekanntesten digitalen Drucktechniken ist der Inkjet. Er funktioniert nach dem Matrixprinzip, das heißt, dass das Druckbild durch den gezielten Abschuss bzw. das Ablenken kleiner Tintentröpfchen erzeugt wird. Man unterscheidet die folgenden beiden Techniken:

  • Continuous Inkjet (CIJ): setzt Düsen mit kontinuierlichem Tintenstrahl ein
  • Drop on Demand (DOD): setzt Düsen ein, die einzelne Tröpfchen verschießen

Wie die beiden Drucktechniken im Detail funktionieren, wo Anwendungsgebiete und Zukunftspotential des Inkjets liegen, erfahren Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/inkjet/

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Drucktechnik Flexodruck

Die Drucktechnik Flexodruck zählt zu den direkten Hochdruckverfahren. Mit „direkt“ ist gemeint, dass die Druckform die Farbe ohne Umweg auf das Substrat überträgt. „Hochdruckverfahren“ bedeutet, dass die zu druckenden Partien als Erhöhungen auf der Druckform dargestellt sind. Als Druckformen kommen flexible Platten aus elastischem Fotopolymer oder Gummi zum Einsatz, sie geben der Technik auch ihren Namen.

Funktionsweise des Flexodrucks (Schema)
So geht Flexodruck: Die schematische Darstellung gibt einen Eindruck von der Funktionsweise der Drucktechnik.

Der Flexodruck basiert auf zwei Walzen, die sich in entgegengesetzter Richtung drehen und sich dabei an einer Stelle berühren. Die wesentlichen Komponenten und ihre Funktionen sind:

  1. Druckformzylinder: trägt die Druckform
  2. Gegendruckzylinder: sitzt gegenüber vom Druckformzylinder, führt den Bedruckstoff
  3. Rasterwalze: sitzt auf der anderen Seite des Druckformzylinders, überträgt Farbe auf die Druckform

Einen Eindruck von der Funktionsweise des Flexodrucks gibt auch das Video auf unserer Themenseite. Dort erfahren Sie außerdem, wie vielfältig die Anwendungsgebiete sind – von Klebefolien über Wellpappe bis hin zu Tapeten – und worin der Experte Prof. Dr. Martin Dreher die Zukunft des Verfahrens sieht:

⇒ www.print.de/thema/flexodruck/

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Drucktechnik Offsetdruck

Der Offsetdruck ist die qualitativ und produktionstechnisch am weitesten ausgereifte Drucktechnik. Ihr Prinzip besteht darin, dass die Druckfarbe von der Druckplatte auf ein Gummi-Drucktuch übertragen wird und von dort auf das Substrat (indirektes Druckverfahren). Der Offset hat einen Anteil von über 70 % am weltweiten Druckvolumen, das jährlich bei über 400 Mrd. Euro liegt. Es gibt zwei Verfahrensvarianten:

  • Bogenoffset
  • Rollenoffset wird unterschieden in:
    > Heatsetdruck mit Farbtrocknung
    > Coldsetdruck ohne Farbtrocknung

Woran man den Offsetdruck erkennt und welche Standards es u. a. für das farbliche Ergebnis und die Qualität gibt, erfahren Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/offsetdruck/

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Drucktechnik Tiefdruck

Der Tiefdruck ist eine Drucktechnik, bei der die zu druckenden Elemente in die Druckform eingetieft – also als Vertiefungen dargestellt – sind. Seine Funktionsweise zeigt die untenstehende Grafik, sie lässt sich zusammengefasst mit den folgenden drei Schritten beschreiben:

  1. Auftragen der Druckfarbe auf den Druckzylinder
  2. Abziehen der Druckfarbe von der glatten Oberfläche mittels eines Rakels oder Wischers – es bleibt also nur Farbe in den Vertiefungen, die die zu druckenden Partien darstellen
  3. Übertragen der Farbe durch einen hohen Anpressdruck und die Saugkraft des Bedruckstoffs
Funktionsweise des Tiefdrucks (schematische Darstellung)
So funktioniert diese Drucktechnik – schematische Darstellung des Tiefdrucks.

Wird ein weniger saugfähiger Bedruckstoff verwendet als Papier – beispielsweise Kunststoff –, dann überträgt elektrostatische Aufladung die Farbe. Der industrielle Tiefdruck arbeitet ausschließlich mit Rakel und Druckzylindern, im nicht-industriellen kommen auch Druckplatten zum Einsatz.

Ein Video zur Funktionsweise des Tiefdrucks finden Sie ebenfalls auf unserer Themenseite sowie nähere Informationen über die Qualität der Drucktechnik und die Arbeitswelt Tiefdruck:

⇒ www.print.de/thema/tiefdruck/

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Drucktechniken mit UV-Härtung

Mit dem UV-Druck bezeichnet man nicht eine Drucktechnik, die sich durch ihre Methode des Bedruckens von anderen unterscheidet, sondern ein Verfahren zur anschließenden Trocknung der Druckfarben. Sprich: deren schlagartige Aushärtung unter UV-Licht. Diese kann in verschiedenen Verfahren wie Offset-, Flexo- oder Digitaldruck zum Einsatz kommen. Daraus ergeben sich zwei grundlegende Vorteile:

  • Möglichkeit zur sofortigen Druckweiterverarbeitung
  • Möglichkeit zum Bedrucken saugender und nicht saugender Substrate, weil UV-Farben nicht einziehen

UV-Farben, -Tinten oder -Lacke werden also auf den Bedruckstoff aufgetragen und anschließend der UV-Strahlung ausgesetzt. Sie löst die darin – genauer: in den enthaltenen Fotoinitiatoren – eine Polymerisation aus. Durch diese Reaktion härten die Farben schlagartig aus, ohne in das Substrat einzudringen.

Nähere Informationen zum UV-Druck und seinen Anwendungsgebieten sowie den Vor- und Nachteilen des LED-UV-Drucks finden Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/uv-druck/

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Produkte der Drucktechnik

Welche Produkte erzeugt die Drucktechnik? Über Buch und Zeitung hinaus bietet der Markt zahlreiche weitere Dinge, die sich in ihrer Form und Herstellung stark unterscheiden können. Neben den Druckverfahren haben die Bedruckstoffe einen entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung. Und es gibt zahlreiche Werkstoffe, die sich bedrucken lassen. Dementsprechend ist Print in die Herstellung diverser Alltagsgegenstände involviert; einige Beispiele sind etwa die folgenden:

  • 3D-Druckerzeugnisse wie Plastikkarten mit Magnetstreifen, Teile für den Maschinenbau
  • Banknoten
  • Bücher
  • Etiketten
  • Elektronik
  • Geschäftsberichte
  • Textilien, z. B. T-Shirts
  • Verpackungen
  • Visitenkarten
  • Werbemittel wie Flyer (Handzettel) oder Poster
  • Zeitungen und Zeitschriften oder Magazine

Materialien, die als Bedruckstoffe infrage kommen, und weiterführende Informationen zu Besteuerung sowieImpressumspflicht von Druckprodukten finden Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/druckerzeugnisse/

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Messen für Drucktechnik

Insgesamt 13 Messen zählen zu den relevantesten weltweit rund um die Drucktechnik und Medienbranche. Ausführliche Informationen dazu und alle Termine bietet unsere Seite über Druck-Messen, die wichtigsten Fakten fasst die nachfolgende Tabelle zusammen:

Drucktechnik-Messe und Ort Rhythmus Fachbereiche
All in Print, Shanghai alle 2 Jahre
  • digitale Druckvorstufe
  • Comprehensive Printing
  • Weiterverarbeitung
  • Verpackungsanlagen
  • Druckfarben und Materialien
  • Etikettendruck
  • Flexodruck
  • Innovation Factory: Pavillon für Spitzentechnologien
China Print, Bejing alle 4 Jahre
  • Druckvorstufe
  • Druck
  • Druck- und Papierweiterverarbeitung
  • Papiere und Substrate
  • Druckfarben und Materialien
  • Komponenten und Infrastruktur
  • Dienstleistungen und Software
Drupa, Düsseldorf alle 4 Jahre
  • Druck- und Medienvorstufe
  • Druckmaschinen
  • Druckweiterverarbeitung
Empack, Dortmund 2018 gestartet, voraussichtlich jährlich
  • Packmittel und -stoffe
  • Verpackungstechnik und -maschinen
  • Kennzeichungs- und Markiertechnologie
  • Druck- und Etikettiermaschinen
  • Verpackungsdienstleistungen
Expoprint, São Paulo alle 4 Jahre
  • Druckvorstufe
  • Verpackungs- und Etikettendruck
  • Digitaldruck
  • redaktioneller Druck
  • kommerzieller und Werbedruck
  • grafische Veredlung
Fachpack, Nürnberg jährlich, pausiert alle 3 Jahre
  • Packstoffe
  • Verpackungsmaschinen
  • Verpackungsdruck
  • Veredlung
  • Logistik
Fespa (wechselnde Orte) jährlich
  • digitaler Großformatdruck
  • Siebdruck
  • Textildruck
  • Werbetechnik
Hunkeler Innovationdays, Luzern alle 2 Jahre
  • Digitaldruck
  • Finishing
  • integrierte Qualitätskontrollsysteme
  • Workflow-Software
  • Veredelungs- und Verbrauchsmaterial
IFRA World Publishing Expo (wechselnde Orte) jährlich
  • Druckvorstufe
  • Druckplatten und -maschinen
  • Papiere und Farben
  • Versandraumsysteme
  • Management und Organisation
InPrint (wechselnde Orte) alle 2 Jahre
  • Spezialdruck
  • Siebdruck
  • Digitaldruck
  • Inkjet-Druck
  • 3D-Druck
Labelexpo Europe, Brüssel alle 2 Jahre
  • digitale und herkömmliche Druckmaschinen
  • Etikettier- und Verpackungsmaterialien
  • Druckvorstufen- und Plattenherstellungstechnologie
  • Endfertigung und Veredelung
  • Prüfmittel
  • Etikettenapplikationssysteme
  • Geräte und Anlagen zum Stanzen, Prägen, Schneiden
  • Druckfarben und Beschichtungen
  • RFID- und Sicherheitslösungen
  • Software
Print, Chicago jährlich
  • Druck
  • grafische Kommunikation
Viscom, Düsseldorf/Frankfurt im Wechsel jährlich
  • Großformatdruck
  • Signmaking
  • Innenraumgestaltung
  • Digital Signage
  • POS Display
  • Verpackung

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Welche beruflichen Möglichkeiten bietet die Drucktechnik?

Den Einstieg in die Berufswelt der Drucktechnik bieten eine Ausbildung oder ein Studium, nach der Lehre gibt es verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Qualifizierung. Welche Berufe zur Auswahl stehen und auf welchem Weg man einen Job in der Drucktechnik finden kann, zeigen die nächsten Absätze.

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Ausbildungen in der Drucktechnik

Wer sich für eine Ausbildung interessiert, die unmittelbar mit der Drucktechnik zu tun hat, sollte sich über den Beruf des Medientechnologen informieren. Er ist aus dem des Druckers und dem des Buchbinders hervorgegangen. Heute gliedert sich das Berufsbild in die folgenden drei Ausbildungsberufe:

  1. Der Medientechnologe Druck richtet Druckmaschinen ein und bedient sie, wichtige Voraussetzungen: Interesse an Mechanik, Elektronik und neuen Technologien.
  2. Der Medientechnologe Siebdruck erstellt Druckformen/Vorlagen für Produkte von der Kaffeetasse bis zur DVD, wichtige Voraussetzungen: hohes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick.
  3. Der Medientechnologe Druckverarbeitung erstellt aus dem Vorprodukt das fertige Druckerzeugnis, wichtige Voraussetzungen: Interesse an Mechanik und Elektronik, Freude am Umgang mit unterschiedlichen Materialien.

Weitere Berufe, die zumindest mittelbar mit der Drucktechnik zu tun haben, sind beispielsweise Mediengestalter und Packmitteltechnologe.

Informationen zu den drei Schwerpunkten und den Verdienstmöglichkeiten des Medientechnologen finden Sie auf unserer Themenseite:

⇒ www.print.de/thema/medientechnologe/

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Weiterbildung zum Industriemeister, Medienfachwirt oder Techniker der Drucktechnik

Nach einer Ausbildung im Bereich Druck – etwa zum Medientechnologen oder Mediengestalter – gibt es drei Möglichkeiten für eine Weiterbildung in der Drucktechnik: die Qualifikation zum Industriemeister, Medienfachwirt oder Techniker. Sie unterscheiden sich sowohl durch Inhalt und Umfang der Bildungsmaßnahme als auch durch die Instanz, die die Prüfung abnimmt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Hauptpunkte zusammen:

Industriemeister
Voraussetzungen abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung im Bereich Druck
Inhalte der Weiterbildung
  • Kostenkalkulation
  • Personalführung
  • Projektmanagement
  • Wirtschaft
Dauer der Weiterbildung
  • 840 Unterrichtseinheiten
  • Vollzeit: 1 Jahr
  • als Online-Lehrgang oder in Teilzeit: 2 bis 3 Jahre
Anbieter der Maßnahme/Prüfungsinstanz Industrie- und Handelskammern (IHK)
Aufgaben eines Industriemeisters
  • Schwerpunkt Druck und Druckweiterverarbeitung
  • Leitung der Werkstatt, z. B. einer Druckerei
  • Führung im mittleren Management, Fokus: Technik
  • Schnittstelle zwischen Kunden und Mitarbeitern
Gehalt eines Industriemeisters um 3.000 Euro (brutto), abhängig von Branche und Fachrichtung
Medienfachwirt Print/Digital
Voraussetzungen
  • abgeschlossene Ausbildung und 1 Jahr Berufserfahrung im Bereich Druck
  • oder: 6 Jahre Berufserfahrung im Bereich Druck
  • kaufmännisches Interesse
Inhalte der Weiterbildung
  • Kostenkalkulation
  • Personalführung
  • Projektmanagement
  • Wirtschaft
  • für Medienfachwirte Print zudem: Produktionsprozesse
  • für Medienfachwirte Digital zudem: Produktion digitaler Medien
Dauer der Weiterbildung
  • 840 Unterrichtseinheiten
  • Vollzeit: 1 Jahr
  • Teilzeit: 2 bis 3 Jahre
Anbieter der Maßnahme/Prüfungsinstanz
  • Anbieter: Druck- und Medienverbände in Kooperation mit Kammern
  • Prüfer: Industrie- und Handelskammern (IHK)
Aufgaben eines Medienfachwirts
  • Medienfachwirt Print: Schwerpunkt Druckvorstufe
  • Medienfachwirt Digital: Schwerpunkt Prozesse von On- und Offlinemedien
  • Führung von Mediengestaltern, Fokus: Organisation
  • Schnittstelle zwischen Kunden und Mitarbeiter
Gehalt eines Medienfachwirts durchschnittlich 2.800 Euro (brutto), abhängig von Branche und Betrieb
Druck- und Medientechniker
Voraussetzungen abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung im Bereich Druck
Inhalte der Weiterbildung
  • mathematische und technische Kenntnisse
  • berufsbezogenes Englisch
  • Management
  • Wirtschaft
Dauer der Weiterbildung
  • 2.400 Unterrichtseinheiten
  • Vollzeit: 2 Jahre
  • Teilzeit: 3 Jahre
Anbieter der Maßnahme/Prüfungsinstanz Fachschulen der Berufsschulen
Aufgaben eines Technikers
  • Planung, Organisation und Überwachung der Produktion
  • mögliche Schwerpunkte: Technik oder Kundenberatung
  • Leitung des Produktionsbereichs in Druckereien
  • Führung im mittleren Management
  • Einsatzgebiete: Druck- und Medienindustrie, Werbewirtschaft, Verlagsbranche, Zulieferer von Druckereien
  • weitere berufliche Möglichkeiten: Berufsschullehrer, Ausbilder im Betrieb
Gehalt eines Technikers durchschnittlich 2.500 Euro (netto), anhängig von Branche und Betrieb

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Studium der Drucktechnik

Wer sich für das Studium der Drucktechnik entscheidet, befasst sich sowohl mit Print- als auch mit audiovisuellen und digitalen Medien. Hauptgebiet ist die Produktionstechnik, hinzu kommen wirtschaftliche und gestalterische Hintergründe. Dementsprechend ist eine Begabung auf naturwissenschaftlichem Gebiet (Mathematik, Physik, Chemie, Informatik) eine wichtige Voraussetzung, gestalterische und betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse erleichtern den Einstieg zudem. Die wichtigsten Elemente des Studiums sind:

  • Satz- und Reproduktionstechniken
  • Druckverfahren
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Informatik
  • Aspekte der Druckweiterverarbeitung
  • Controlling

Voraussetzung für das Studium an einer Universität oder Fachhochschule ist ein Meistertitel oder die Weiterbildung zum Medienfachwirt. Den Abschluss des Studiums bildet die Bachelor- oder – weiterführend – Masterprüfung.

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Jobs in der Drucktechnik

Wenn Sie auf der Suche nach einem Job in der Drucktechnik sind, sollten Sie – egal, ob Sie sich für einen Lehr- oder Studienberuf interessieren – regelmäßig auf dem Stellenmarkt von print.de vorbeischauen. Hier finden Sie die aktuellsten Angebote aus allen Bereichen der grafischen Industrie. Die Stellenausschreibungen kommen direkt von den Unternehmen und können auf die folgenden Arten gefiltert werden:

  • nach Beruf
  • nach Branche
  • nach Firma
  • nach Arbeitsort

⇒ Zum print.de-Stellenmarkt gelangen Sie hier.

14.06.2019